Tierkrankenversicherung

Hin und wieder werden wir in der Praxis darauf angesprochen, ob sich eine Tierkrankenversicherung lohnt. Deshalb möchten wir mit diesem Beitrag einen kleinen Überblick verschaffen, welche Arten von Tierkrankenversicherungen es gibt und für wen sich der Abschluss einer solchen lohnt.

Grundsätzlich kann man mittlerweile fast jedes Haustier versichern lassen. Einige Versicherungen bieten neben Tarifen für Hund und Katzen auch Angebote für Kaninchen, Meerschweinchen und Chinchilla an. Versicherungen für Vögel und Reptilien wurden zum Zeitpunkt unserer Recherche nicht angeboten.

Prinzipiell lohnt sich eine Tierkrankenversicherung für jeden, der nicht im Notfall spontan einen vierstelligen Betrag übrig hat. Obwohl das Preisniveau in unserer Region verglichen mit dem Bundesdurchschnitt noch recht niedrig ist kann ein Autounfall, ein Kreuzbandriss, oder eine Stoffwechselerkrankung schnell enorme Tierarztrechnungen verursachen.

Die großen Versicherungen bieten mittlerweile eine Vielzahl von Tarifen an. Am günstigsten sind OP-Versicherungen, die Sie für den Fall absichern, dass Ihr Haustier aufgrund von Krankheit operiert werden muss. An dieser Stelle ist Vorsicht geboten, da diese Versicherungen operative Eingriffe wie Kastrationen beispielsweise nicht mit übernehmen. Hier lohnt es sich, die Vertragsbedingungen genau zu studieren. OP-Versicherungen übernehmen in aller Regel nicht nur die Kosten für eine Operation, sondern auch den stationären Aufenthalt und die notwendigen Nachbehandlungen.

Man sollte allerdings bedenken, dass auch Innere Erkrankungen, beispielsweise Herzerkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes mellitus, sehr schnell sehr teuer werden können und nicht durch eine OP-Versicherung gedeckt sind.

Hierfür  gibt es umfassende Vollversicherungen, die einen Großteil aller tierärztlichen Behandlungen abdecken. Die meisten von Ihnen beinhalten auch ein jährliches Kontingent für prophylaktische Behandlungen, wie Impfungen und Wurmkuren. Hier lohnt es sich zu vergleichen und die Tarife auf die eigenen Bedürfnisse zu analysieren.

Beiträge für eine OP-Versicherung für Hunde liegen im Bereich von 9 – 33€ monatlich (Katze 6 – 19€), während eine Vollversicherung im Bereich von 25 – 70€ liegt (Katze 14 – 40€). Die weite Streuung ergibt sich unter anderem auch aus den unterschiedlichen Tarifen für große und kleine, bzw. Mischlings- und Rassehunde (und –katzen).

Sie sollten darauf achten, dass Ihre Versicherung Kosten bis zum 3-fachen Gebührensatz der Tierärztlichen Gebührenordnung abdeckt. Auch wenn bei uns noch nicht üblich, können Ihnen diese Sätze sehr schnell begegnen, wenn Sie mit ihrem Haustier im Urlaub in den Bergen oder am Meer im Notdienst einen Tierarzt besuchen müssen.

Da bisher nur wenige unsere Kunden eine Tierkrankenversicherung abgeschlossen haben, können wir nur sehr bedingt Empfehlungen aussprechen. Hier lohnt sich sicher die Recherche auf Verbraucherportalen oder die Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsmakler.

Herbstzeit ist Igelzeit!

Der lange und heiße Sommer und die anhaltende Trockenheit im Herbst machen Igeln dieses Jahr ganz besonders zu schaffen. Daher kann es immer wieder vorkommen, dass man unterwegs auf einen Igel trifft und sollte deshalb gut informiert sein, wie man sich am besten verhält

Grundsätzlich gelten Igel laut Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders schützenswerten Arten und dürfen deshalb nicht der Natur entnommen werden.  Eine Ausnahme stellen kranke Tiere, oder solche die zu schwach sind allein überwintern zu können, dar.

Die Webseite www.igel-in-bayern.de informiert anschaulich darüber, woran man erkennt ob und wann ein Igel aus der Natur entnommen werden darf und sollte und wann nicht.

Sollten Sie einen Igel finden, der Hilfe benötigt, sorgen Sie zuerst dafür, dass er es warm hat, bevor Sie weitere Schritte einleiten. Verletzte Igel müssen grundsätzlich dem Tierarzt vorgestellt werden. Geschwächte oder zu kleine  Igel können auch daheim, oder in einer professionellen Igelauffangstation gepäppelt werden.

Wenn Sie einen Igel bei sich daheim päppeln, oder überwintern lassen möchten finden Sie auf der Webseite des Vereins Pro Igel e.v. eine Vielzahl von Infomaterial über die richtige Unterbringung, Fütterung und Pflege von hilfsbedürftigen Igeln.

Wenn Sie generell Ihren Garten igelfreundlicher gestalten wollen, werden Sie hier ebenfalls fündig.

Haben Sie Fragen, oder sind sich unsicher wie sich richtig verhalten sollen? Rufen Sie uns an, wir helfen gerne weiter!

Ihre Kleintierpraxis Dr. med. vet. Jacob

Bluthochdruck bei Katzen – der stille Killer

Bluthochdruck (Hypertension) tritt bei 1 von 6 Katzen auf, die älter als 7 Jahre sind. Er kann bei Katzen, ähnlich wie beim Menschen, lange Zeit unsichtbar bleiben. Es gibt keine typischen äußeren Anzeichen für diese Krankheit, die somit lange unentdeckt bleiben kann. Wenn der Blutdruck einer Katze dauerhaft über 160mmHg liegt spricht man von Bluthochdruck.

Bluthochdruck schädigt verschiedene Organe wie Augen, Nieren, Herz und Gehirn. Starker Bluthochdruck kann bei der Katze zu einer Ablösung der Netzhaut und somit zur Erblindung führen.

Was kann man tun?

  • regelmäßige Blutdruckmessungen bei Katzen über 7 Jahren
  • mindestens 1x jährliche Kontrolle des Blutdrucks bei allen Katzen mit Nieren- oder Schilddrüsenprobleme

Die Blutdruckmessung ist für die Katze nicht schmerzhaft. Sie erfolgt mit einer aufblasbaren Manschette an Gliedmaßen oder Schwanz. Bluthochdruck bei der Katze ist nicht heilbar, aber behandelbar.

Fragen Sie uns bei Ihrem nächsten Besuch!

Willkommen!

Herzlich Willkommen auf der neuen Webseite der Kleintierpraxis Jacob!

Nachdem unsere letzte Webseite durch einen Hackerangriff zerstört wurde, haben wir uns Zeit genommen und sind nun über unsere neue Webseite wieder erreichbar.

Auf unsere Webseite finden Sie zukünftig aktuelle Neuigkeiten zu Haustieren, unsere Praxis und natürlich wie gewohnt den aktuellen Notdienst.

Viel Spaß!